Start » Wissen

Schokoladen Beurteilen

27. 04. 09 One Comment
mit CC-Lizenz von *Zara

mit CC-Lizenz von *Zara

Tobias fragte uns:

Hallo,
bin eben auf euer Blog gestoßen.
Nen tolles Thema habt Ihr euch ausgesucht – ist ja aber auch nicht schwer
bei der Vielfalt ;-)

Wenn Ihr Schokolade bewertet,
benutzt Ihr einen Bogen oder
wie läuft das bei euch ?

Gruß
Tobias

Lieber Tobias,

wir haben zwar keinen festen Fragebogen, aber wir halten uns an einen Satz bestimmter Kriterien beim Schokolade verkosten.

Bei jeder Verkostung, das gilt ebenso für Wein, geht man folgender Maßen vor: SEHEN, RIECHEN, HÖHREN, FÜHLEN und SCHMECKEN.

Erst einmal schauen wir nach der Verpackung der Schokolade, ist sie so eingepackt, dass die Lagerung keine Schäden verursacht. Dann schauen wir die Farbe der Schokolade an, ist sie gleichmäßig, hell oder dunkel. Übrigens muss hochprozentige Schokolade nicht sehr dunkel sein, die Frabe kommt hauptsächlich von der Sorte und der Röstung.

Dann riechen wir an der Schokolade. Riecht sie waldig, fruchtig, säurelich, nussig oder gar muffig? Das funktioniert vor allem dann gut wenn die Schokolade eine Weile Zeit hatte an der Luft ihre Aromen zu entfalten. 30 Minuten sind eine gute Zeit.

Anders als bei Weinen kann man bei Schokolade auch höhren Schokolade die nur aus Kakaomasse, Kakaobutter und Zucker besteht knackt beim zerbrechen. Milka Schokolade die mit minderwertigen Fetten gestreckt ist, knackt nicht. Die Firma hat allerdings versucht durch Werbung aus der Not eine Tugend zu machen. Für uns ist also das Knacken ein wichtiges Kriterium. Ist die Schokolade alt und spröde knackt sie nicht sondern bricht mit einem dumpfen Laut.

Nun sind wir endlich so weit die Schokolade zu probieren. Dabei sollte man fühlen wie die Schokolade im Mund schmilzt. Ist sie dabei ehr samtig, oder ehr rau. Das hängt von der Verarbeitungsweise ab, kann aber beides seinen Charm haben.

Zu guter Letzt schmecken schmecken wir die Schokolade. Dabei können Beerenoten auftreten, Olivenölnoten, Nussnoten, Tabaknoten und viele mehr. Im ersten Moment schmeckt man oft nur die Grundtöne, sauer, bitter, süß, aber mit der Zeit kann man immer mehr Feinheiten entdecken.

Naja, und wenn man damit fertig ist, macht man das ganze nochmal, damit man seine Eindrücke überprüfen kann und nichts falsches berichtet. Und wehe es unterstellt uns jemand wir essen einfach nur gerne Schokolade; wir machen eine Wissenschaft draus.

Gruß Paula.

One Comment »

  • Bernd Hartenberger said:

    Liebe Paula!

    Bei der Verkostung von Pralinen sehe, rieche, höre, fühle und schmecke ich ebenfalls.

    Darf ich kurz meinen Klugscheißer-Modus anschalten, ohne naseweis zu erscheinen? ;-)

    Hören schreibt man ohne h.

    Viele Grüße!

    Bernd

Leave your response!

Add your comment below, or trackback from your own site. You can also subscribe to these comments via RSS.

Be nice. Keep it clean. Stay on topic. No spam.

You can use these tags:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

This is a Gravatar-enabled weblog. To get your own globally-recognized-avatar, please register at Gravatar.